Sonntag, 16. Mai 2010

Meine Wege sind nicht eure Wege

Die Zeit fliegt dahin … nun sind es nur noch vier Wochen, bis ich wieder schweizerischen Boden betreten darf. :) Ich freue mich sehr darauf …
Gleichzeitig ist jeder Tag gefuellt mit erfuellender Arbeit, Herausforderungen die wachsen lassen, Abenteuern – im Missionsfeld ist man nie sicher vor Ueberraschungen, besonderen Erlebnissen, wertvollen Begegnungen, dem Wissen und Erleben gebraucht zu werden, der Gewissheit gerufen zu sein um zu dienen, Hoffnung zu bringen!
Ein besonderer Tag aus der letzten Woche: Gemeinsam mit Emily will ich nach dem Unterricht eine Familie besuchen, deren Toechter bei mir im Englischunterricht sind, aber es klappt nicht. So treten wir etwas enttaeuscht den Heimweg an. Da sitzt eine andere Mutter von zwei Schuelern vor ihrem Haus und erkundigt sich nach dem Fortschritt ihrer Kinder. Es entwickelt sich ein gutes Gespraech und aus Dankbarkeit wird uns je eine Kokosnuss in die Hand gedrueckt. Etwas weiter auf dem Weg erwidern wir wie gewohnt den froehlichen Gruss zweier Maedchen. Doch diesmal ruft uns ihre Mutter zu, ob wir nicht mit ihr beten koennen. Gerne willigen wir ein und treten in ihr Haus ein. Trotz unseren noch bruchstueckhaften Spanischkenntnissen erfahren wir, dass sie krank ist – die Details verstehen wir leider nicht - und morgen ins Krankenhaus zur Untersuchung fahren wird. Ihr Gesichtsausdruck, der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit ausdrueckt, macht mich nachdenklich. Und ich staune, wie die zwei Maedchen von Freude und Froehlichkeit nur so uebersprudeln. Welch ein Geschenk!
Wir koennen nur staunen, wie Gott gefuehrt hat. Seine Wege und Gedanken sind oft so anders als die unseren. Bin ich bereit mich darauf einzulassen? Wir duerfen wissen und erleben, dass Seine Wege hoeher sind als die unseren. Vertraue ich von Herzen darauf?
… und wir danken Gott, dass er uns gebraucht hat!



Ich wuensche dir eine gesegnete Woche mit derselben Erfahrung - dass Gott dich braucht um anderen Hoffnung zu bringen!

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